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Zeitung: SAS will sich durch Verkäufe massiv verkleinern
KOPENHAGEN (dpa) - Der skandinavische Flugkonzern SAS (Scandinavian Airlines Systems) bereitet nach offiziell unbestätigten Medienberichten eine massive Verkleinerung durch Verkauf von Betriebsteilen und Tochterunternehmen vor. Wie die Kopenhagener Wirtschaftszeitung «Børsen» am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will Konzernchef Mats Jansson am Donnerstag unter anderem den Verkauf der spanischen SAS-Tochter Spanair, aller Anteile an British Midland, der eigenen Tochter SAS Ground Services sowie möglicherweise von SAS Cargo bekanntgeben.
Dies würde mit 11 000 Mitarbeitern knapp 40 Prozent des derzeitigen SAS-Personals und 28 Prozent des Umsatzes von zuletzt 60 Milliarden Kronen (6,6 Milliarden Euro) umfassen, hieß es weiter. Das teilstaatliche und von Dänemark, Norwegen sowie Schweden gemeinsam betriebene Unternehmen hatte nach mehreren Jahren mit hohen Verlusten ab 2006 wieder Gewinne eingeflogen. Die SAS-Führung wollte die Angaben nicht kommentieren und verwies auf die für Donnerstag von Jansson angekündigte Vorstellung einer neuer Unternehmensstrategie bis 2011.
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SAS will Kerngeschäft durch Schrumpfung attraktiver machen
STOCKHOLM / BERLIN (dpa) - Die skandinavische Fluggesellschaft SAS (Scandinavian Airlines Systems) will massiv Tochterunternehmen, Beteiligungen und Unternehmensteile verkaufen und damit das eigene Kerngeschäft attraktiver machen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte, sollen unter anderem die spanische Fluggesellschaft Spanair sowie alle SAS-Beteiligungen an British Midland und Air Greenland verkauft werden. Erwogen werde auch die Abgabe mehrerer SAS-Betriebsteile.
In Berlin dementierte Air Berlin Gerüchte um eine angebliche Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Spanair. «Wir haben kein Interesse an Spanair. Es gibt keine Gespräche über eine Beteiligung oder Übernahme», sagte Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer.
Nach Angaben von SAS-Konzernchef Mats Jansson sollen durch die Umstrukturierungen jährliche Kosten von 2,8 Milliarden schwedischen Kronen (300 Millionen Euro) eingespart werden. Die Gewinne sollten bis 2011 um jährlich vier Milliarden Kronen erhöht werden. Bis dahin erwarte man durch die Konzentration des Fluggeschäftes auf Nordeuropa und Nachbarregionen auch einen Anstieg der Passagierzahlen um 20 Prozent.
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Spanair-Gründer wollen Fluggesellschaft von SAS zurückkaufen
MADRID (dpa) - Die spanischen Gründer der Fluggesellschaft Spanair wollen das Unternehmen von der skandinavischen Muttergesellschaft SAS zurückkaufen. Der Touristikkonzern Marsans kündigte an, Scandinavian Airlines Systems (SAS) eine Offerte für 100 Prozent der Spanair-Anteile vorzulegen. Der Chef des Reiseunternehmens, Gonzalo Pascual, hatte Spanair vor über 20 Jahren mit seinem Partner Gerardo Díaz Ferrán gegründet. Er ist bis heute auch Präsident von Spanair.
«Wir hoffen, dass die SAS keinen überzogenen Preis verlangt», sagte Pascual nach spanischen Presseberichten vom Donnerstag. Der Marsans-Chef und sein Partner hatten kürzlich ihre Spanair-Anteile von 5,1 Prozent verkauft. «Wir wollen keine Anteile haben, sondern das gesamte Aktienkapital übernehmen», betonte Pascual. Er gehe nicht davon aus, dass es eine Gegenofferte geben werde. Spanair ist mit einer Flotte von 65 Maschinen und 10,7 Millionen Passagieren im Jahr nach Iberia die zweitgrößte spanische Fluggesellschaft.
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